Ihr habt euch einen Charakter erschaffen, ihn auch gespielt, doch dann ändern sich die Zeiten.
Im Leben kann einem so Vieles einen Strich durch die Rechnung machen, so dass man sich irgendwann Prioritäten setzen muss und meist trifft es als erstes die 'Hobbys' - und damit auch leider mitunter das Rollenspiel.
Ihr habt ein 'neues' Forum gefunden, aber so gar keine Idee, und seht euch nach etwas 'bereits bestehendem' um so dass ihr schnell Anschluss im Spiel findet?
Immer wird es Charaktere geben, die es schade ist, sie 'sterben' zu lassen, selbst wenn man selbst nicht mehr die Möglichkeit hat, sie weiter zu führen.
Manchmal sind es auch 'spielrelevante' Chars, die ingame eine der 'Hauptrollen' gespielt hatten, für die man nicht mehr die nötige Zeit erübrigen kann.
Habt ihr einen solchen Char?
Seid ihr gleichzeitig der Meinung dass es eine 'Schande' wäre ihn 'untergehn' zu lassen?
Würdet ihr gerne sehen, dass er, wenn auch von einem anderen geschrieben, dennoch 'weiterlebt'?
Hier könnt ihr diesen euren Char einstellen, vielleicht findet sich ja ein neuer Spieler, der ihn übernehmen möchte
Dazu aber gibt es ein paar Dinge zu beachten
Bitte schreibt dringend! dazu, inwieweit der Char abgegeben wird
Sprich komplett so, wie er ist, oder beispielsweise 'nur' der Name, das Aussehen...?
Bitte schreibt auch ebenso dazu, wie der/die Interessierte sich mit euch in Verbindung setzen kann, um die letzten Absprachen zu treffen!
(falls das über einen Mailkontakt erfolgen soll, dann teilt es bitte der Administration mit, wir vermitteln euch dann den Kontakt, sprich, geben die Addy weiter - natürlich NUR an den 'neuen Spieler'!)
Das Copyright/Urheberrecht des gesamten Chars verbleibt IMMER bei dem, der ihn ursprünglich erschaffen hatte! Gebt ihr es an den neuen Spieler ist dies bitte dringend der Administartion mitzuteilen, da wir hin und wieder Suchmaschinen bemühen und die Chars 'durchlaufen' lassen, um Diebstahl zu verhindern, bzw evtl aufzudecken. In dem Zusammenhang bitten wir auch darum zu vermerken in welchen Foren dieser Char genutzt werden darf!
Bitte gebt im Untertitel an ob der Char 'spielrelevant' ist, sprich eine/r der Hauptfiguren, oder ein 'einfacher' Bürger, der 'nur' sein Leben lebt .
Natürlich könnt ihr auch gerne angeben ob euer Char bereits viele Ingame-Bekanntschaften hat, oder vielleicht sogar mit einer/einem anderen Spieler/Spielerin 'verbandeltt' ist
Auf Wunsch Aasiyahs gebe ich ihren Char zur Weitergabe. Sie ist noch immer krank und nicht in der Lage diesen Char weiter zu spielen und wäre mehr als dankbar, wenn ihr Char nicht auf Eis gelegt werden muss. Vielleicht kennt ihr jemanden, der gewillt wäre, Aasiyah zu spielen oder wollt es selbst sogar versuchen.-
Der Char selber darf so übernommen werden wie er ist, Urheberrecht bleibt jedoch bei Aasiyah, sprich, der Char darf nirgendwo ausser in Harad gespielt werden.
Name:Aasiyah Hikmah Umm (Mutter von) Rashid ibn Mahir ibn Ishmael ibn Kamil ibn Mus'ad - Doch von allen im Lager Umm Aasiyah genannt.
Alter:Geboren in der Regenzeit im Jahre 3000 des dritten Zeitalters ist sie nun 53 Jahre alt.
Volk und Herkunft:Geboren als stolze Haradan in einer Oase der Din Dhulahi, im Clan der al-Tufayl, heiratete sie den Heerführer Mahir ibn Ishmael ibn Kamil ibn Mus'ad ibn Zafar und kam so zu dem Clan, der jetzt im Moment in der Rhaduran-Oase lebt.
Eigenschaften und Verhalten:Wer die alte Frau zum ersten Mal trifft, wird sagen sie ist hart, stolz und unnachgiebig. Doch die Leute im Lager, vor allem die Frauen wissen, dass Umm Aasiyah ein sanftmütiges Wesen hat, dass sie freundlich und gutherzig ist. Sie kann keinem was zu leide tun, Kinder haben bei ihr ein offenes Ohr, junge Mütter, werdende Mütter dürfen jederzeit stören und Frauen, die kurz vor der Ehe stehen kommen oft zu ihr, sich ihr anzuvertrauen, ihr Fragen zu stellen. Selbst die Männer kommen zu einem Tee vor ihr Zelt, sitzen dort mit ihr, ohne ein Wort zu sagen und gehen doch mit der Erkenntnis dass die alte Frau ihnen geholfen hat.
Sie hilft, wenn sie helfen kann, sie gibt ihr Wissen weiter, wenn es erwünscht ist und hat doch die Wunderlichkeiten des Alters für sich gepachtet. Oft sitzt sie einfach nur da, in Erinnerungen versunken, sieht die alte Zeit vor ihren Augen, vermisst sie, entsinnt sich ihres Mannes, auch wenn es nur wenige Jahre waren, die sie mit ihm hatte. Sie sieht wieder ihre Kinder und oft scheint sie auch mit ihrem Mann zu reden, seit seinem Tod tut sie dies eigentlichen, wenn sie alleine ist.
Wie sie sich verhält? Immer freundlich, ganz den Traditionen verschrieben. Sie ist wohl mit die Älteste des Lagers, Mutter, Großmutter, Urgroßmutter. Sie macht längst keinen Unterschied mehr zwischen ihren Kindern und denen anderer Mütter. Sie hat so vielen Kindern im Lager das Leben geschenkt, ihnen den ersten Klaps auf den Rücken gegeben, dass es schon kaum auffällt, wie sie selber sagt, ob es ihr Kind oder das einer anderen Frau ist, welches da einen verbalen Klapps bekommt. Ob dieses Kind erwachsen ist oder noch klein. Übrigens wird dies von ausschließlich jedem akzeptiert. Wer Umm Aasiyah beleidigt, beleidigt das Lager. Das ist ein Fakt, dem sich keiner entziehen kann.
Aussehen:Wer Aasiyah sieht, dem fällt einem vielleicht als erstes die dunklen Augen auf, braun sind sie, doch von einer solchen Farbe, dass sie fast schwarz wirken. Listig und stolz, gepaart mit der Weishalt des Alters blicken sie drein und auch wenn die Sehstärke über die Jahre etwas nachgelassen hat, so lässt sich die alte Frau nichts davon anmerken. Ihr Gesicht wirkt trotz des hohen Alters immer noch glatt, die wenigen Falten zeugen von einem harten, unbeugsamen Leben, dass ihr viel Kummer, viel Sorge beschert hat, doch wenn sie lacht, so zeigen sich die kleinen tiefen Lachfältchen um die Augen herum.
Die Nase ist schmal und gebogen, der Mund war wohl einst sinnlich und voll, nun zeigt er ernste Züge. Die langen Haare, welche ursprünglich mal von einem tiefem Schwarz waren, sind grau geworden, vereinzelt ziehen sich sogar weiße Strähnen durch das Haar. Sie trägt es streng zu einem Zopf geflochten, aus dem nicht eine Strähne entweicht, verborgen unter einem sehr dunkelblauem Tuch.
Die Haut ihres Gesichts hat teilweise dunkelblaue Verfärbungen vom Stoff. Doch eines kann man diesem Gesicht ansehen, dass es in jungen Jahren schön gewesen sein muss.
Die Haut Umm Aasiyahs ist von einem angenehmen Braunton, welcher ihr Leben in der Wüste wiederspiegelt. Die Schultern sind noch immer gerade, so wie ihre ganze Körperhaltung trotz des hohen Alters von Stolz und Gradlinigkeit spricht. Natürlich hat die körperliche Spannkraft längst nachgelassen, so dass sie nicht mehr so 'frisch' wie die Jugend aussieht. Vielleicht liegt es daran, dass sie 'nur' zwei Söhnen und einer Tochter das Leben schenkte. Sie ist nicht schlank, jedoch auch nicht dick. Genau richtig würde man sagen.
Ihre Hände und Arme (und wenn man sie sieht auch Füße und Beine) weisen die dunklen Muster der Mehendis auf, welche sich vom immer wieder kehrenden Nachfärben mittlerweile in die Haut übertragen haben. Und auch heute noch lässt sie sich diese immer wieder nachtragen, schließlich sieht sie sich immer noch als stolze Ehefrau, auch wenn ihr Mann im Ringkrieg gestorben ist.
Auch zeigen die Hände die Last ihres Lebens, sind schwielig und gleichzeitig doch schützend und warm, wenn sie zu einer Frau gerufen wird und diese berührt.
Gekleidet ist sie immer in Dunkelblau, welches seine Spuren auf ihrer Haut ebenfalls zurücklässt, die Füße stecken in sehr festen Schuhen, wenn sie das Lager abgebrochen haben und unterwegs sind, in weichen Pantoffeln, wenn sie im Lager sind.
Lebenslauf:Draußen regnete es und die Wüste wurde zu einem wunderschönen Blütenmeer, als Fatimah niederkam und eine Tochter gebar. Abbas ibn Numair ibn Qusay ibn Darwish ibn Diya al Din ibn Fa'iz al-Tufayl war stolz wie ein Vater nur sein konnte. Nach fünf Söhnen bekam er nun eine Tochter von seiner Fatimah, was er selber nicht als Schande empfand, sondern sich vor allem für seine schöne Frau freute, denn nun hatte sie ein Mädchen, welches sie umhegen konnte. Fatimah war seine erste Frau, seine Lieblingsfrau neben Behiye, welche ihm drei Töchter schenkte und Esme, welche ihm einen Sohn geboren hatte.
Der stolze Mann war ein Krieger aus einem stolzen, wenn auch kleinem Clan stammend. Er war der dritte Sohn des Clanführers gewesen und nun hatte sein Bruder Rasul das Lager übernommen, während er der Heerführer des Lagers war. Amid, sein mittlerer Bruder war früh verstorben bei einem Clankrieg.
Stolz war er auf jede seiner Frau und auf jedes seiner Kinder. Egal ob Tochter oder Sohn. Und er war beliebt bei seinen Frauen, ein Vater zu dem die Kinder aufsahen, welchem die Söhne nacheiferten und die Töchter sich bemühten ihm keine Schande zu bringen.
In diese Welt wurde nun Aaiysah geboren. Ihren Namen erhielt sie, da Abbas fand, dass sie selbst als Baby, das schönste Mädchen von allen war und er stolz auf seinen Clan war. Königin von starkem Geschlecht, so lautete ihr Name. In seinen Augen war seine jüngste Tochter auch dies, ein Geschenk der Götter, da seine Fatimah eigentlich längst über das Alter hinaus war, noch ein Kind zu empfangen und zu gebären.
Ihr Leben verlief in geregelten Bahnen, umhegt von allen ihrer Familie, das Nesthäkchen wurde sie immer vor allem beschützt, auf sie geachtet, keinen Schritt machte sie, ohne dass einer ihrer großen Brüder sie bewachte, auf sie aufpasste. Sie lernte das Leben einer Frau kennen, wie es sich gehörte. Ihre Familie war hoch angesehen in dem kleinem Lager und der Clan selbst war oft in Unstimmigkeiten verwickelt, denn er war nicht arm, sondern sehr wohlhabend. Aaiysah war wirklich etwas wie die kleine Königin des Lagers, mit einem Vater, der sie immer wieder stolz zeigte. Er liebte seine Tochter mit gleicher Innigkeit wie er jedes andere Kind seiner Frauen liebte.
Im Alter von 15 trat eine Veränderung in ihrem Leben ein. Mahir ibn Ishmael ibn Kamil ibn Mus'ad ibn Zafar, ein stolzer Heerführer eines befreundeten Clans hielt um sie an. Er schickte seinen Bruder, der in seinem Namen um sie warb. Letztendlich war es jedoch eine arrangierte Ehe, denn ihr Vater und ihre Mutter sorgten dafür, dass Aaiysah zustimmte und mit vielen Feierlichkeiten Mahir heiratete. Mit ihm ging sie zu seinem Stamm, von dem sie niemanden kannte. Doch lebte sich die junge Frau gut ein. Ihr Mann war ein guter Mann, unerfahren zwar im Umgang mit einer Frau, doch behandelte er sie immer gut und war aufrichtig. Ein Jahr nach der Hochzeit gebar sie bereits ihren ersten Sohn, Rashid.
Oh wie war Mahir stolz auf sein Weib, dass sie ihm einen Sohn schenkte. Er zeigte ihn stolz dem Lager, während die junge Frau, eigentlich noch ein Mädchen sich von den Strapazen der Geburt erholte. Und wie sehr umsorgte er seine Frau im Anschluss. Sie bekam kleine Geschenke und konnte sich wohl keinen liebevolleren Mann wünschen. Anderthalb Jahre nach Rashid kam Ishar zur Welt, der zweite Sohn und Mahir tat wieder alles für seine junge Frau, Mutter seiner stolzen Söhne. Sie spürte die Zuneigung Mahir, auch wenn er nie sagte, dass er sie liebte, so tat er es. Und genauso liebte sie ihn. Sie machte ihrem Mann keine Schande, war sanftmütig und gleichzeitig beherrschte sie es, ihn zu beherrschen.
Sie war Mahirs Blume in der trockenen Wüste. Auch wenn er oft in Kriegen, Clanstreitigkeiten verwickelt war, so war er zu Hause der, in ihren Augen liebevollste Mann, den es auf der Welt gab. Er hieß sie ihr Wissen zu verbessern was das Lesen und Schreiben anging, bat sie regelmäßig besondere Ereignisse im Leben seiner Kinder schriftlich festzuhalten, wenn er zu der Zeit nicht im Lager war und es somit verpasste.
Doch gab es auch immer wieder Kriege mit dem westlichen Land und es kam zum Großen und letzten Krieg, wo alle Heerführer zusammengerufen wurden, wo sie zu den westlichen Landen aufbrach im Namen Mordors gegen Gondor in den Krieg zogen. Auch Mahir folgte diesem Ruf und es war das letzte Mal, dass die erneut schwangere Aaiysah ihren Mann sah. Sie erinnert sich noch heute an diesen Tag, wo er sich von ihr verabschiedete. Sie weinte nicht, denn sie wusste, das es ihn traurig stimmen würde. Sie lächelte aber auch nicht, denn er könnt es als Erleichterung auffassen, dass er wieder fort ging.
Er hatte sie in die Arme geschlossen, hatte über ihren Bauch gestrichen und leise dem noch ungeborenen Kind zugeflüstert, dass es seiner Mutter keine Schande machen würde. Seiner Frau sagte er, dass er sich auch über eine Tochter freuen würde, denn er hätte schon zwei stolze Söhne, sie aber noch kein süßes kleines Mädchen. Vielleicht hatte Mahir schon geahnt, dass das Ungeborene wirklich ein kleines Mädchen war. Er schwang sich auf sein Pferd und verließ das Lager, nur um noch einmal umzudrehen, zurück zukehren zu seiner Frau, welche an der Koppel stand und ihm nachsah. 'Ana behebak' es waren die letzten Worte, die Aaiysah von ihrem Mann vernahm und die sie in ihrem Herzen verwahrte bis zum heutigen Tag.
Doch Aaiysah sollte ihren Mann nie wieder sehen. Der Ringkrieg hatte ihn ihr genommen. Wie viele anderen Frauen hatte sie einen Mann zu betrauern, einen wundervollen, liebevollen Mann und das mit 19 Jahren, zwei Kindern und ein ungeborenes Kind. Der Regen fiel draußen, als ihre Tochter das Licht der Welt erblickte. Rajeeyah, hoffen, voller Hoffnung. Denn genau das war Aaiysah in diesem Moment noch. Voller Hoffnung, ihr Mann kommt wieder.
Doch wann immer Reiter kamen, so war ihr geliebter Mahir nicht dabei und es vergangen vier Jahre, dass sie von seinem Tode erfuhr. Das vierte Zeitalter war nun zwei Jahre jung und die junge Frau stand vor den Scherben ihres Lebens. Und doch warf es sie nicht um. Es schmerzte zwar, es tat weh, dass ihre Liebe fort war, doch Aaiysah lebte nun für ihre drei Kinder, dem Stolz ihres Mannes. Oft redete sie mit Mahir, wenn sie sich unbeobachtet wusste.
Doch verlor sie in diesem Krieg 3019 des dritten Zeitalters nicht nur ihren Mann, sondern auch ihren Vater und ihre Brüder. Sie alle waren gefallen, etwas, was sie nur schwer verschmerzte. Aaiysah zog sich zurück, war ganz die Mutter und die Hebamme des Lagers half ihr dabei, denn sie hatte es als Fremde nicht leicht. Langsam fing sie an, sich in das Geheimnis der alten Frau einweihen zu lassen, in die Kräfte der Gewürze und Kräuter, auf Vorzeichen zu achten oder wie man eine niederkommenden Frau half. So fühlte sich ihr Leben damit und die Haradan kann heute mit gutem Recht sagen, dass sie vielen Kindern auf die Welt geholfen hat und viele des Lagers von ihr begrüßt wurden, mit einem Klaps auf den Po und einem Kuss auf die Stirn.
Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit der Haradan, die früh ihren Mann schon verlor. Als sie 24 war, starb ihr jüngster Sohn, was sie mehr als schmerzte. Er war von einer Viper gebissen worden und nichts half mehr. Sie erinnert sich noch immer daran, dass sie den leblosen Körper in ihren Armen hielt, ihn selber reinigte und anschließend für die Verbrennung vorbereitete. Sie tröstete die Geschwister und weinte nicht, als der Körper ihres Sohnes in den Flammen verbrannte. Er war bei seinem Vater, dessen war sie sich sicher und beide waren gut aufgehoben dort. Die Götter würden schon wissen, warum sie dies Schicksal ihr auferlegten.
Wenigstens konnte sie ihren Rashid und ihre Hoffnung, ihre Rajeeyah, aufwachsen sehen. Mit 15 heiratete Rajeeyah einen Krieger eines befreundeten Stammes, der um sie warb und die Erlaubnis bei ihrem Bruder holte. Rashid selber verließ den Stamm und wollte Harad kennen lernen, so dass Aaiysah allein beim Clan zurück blieb.
Aaiysah war 36 Jahre, als sie eine Nachricht erhielt, die sie erschütterte. ihre kleine Rajeeyah war bei der Geburt ihres Kindes gestorben. Sie war zu schwach gewesen und das Kind war gleich mit gestorben.
Für Aaiysah ging eine erneute Welt unter, auch wenn sie es nach außen hin nicht zeigte. Es schmerzte sie und doch weinte sie nicht. Wieder zeigte sie ihre Stärke, die alle von ihr gewohnt waren. Der einzige, der ihr aus der Familie nun geblieben ist, ist Rashid, auch wenn sie diesen schon lange nicht mehr gesehen hat. Seit Jahren nicht, wenn man es genau nimmt. Und doch lebt dieser noch und ist die letzte Verbindung zu ihrem Mahir, ihrem geliebten Mann.
Sie wurde immer mehr die Nachfolgerin der damaligen Hebamme und als diese starb, war es für die Lagerbewohner vollkommen selbstverständlich Aaiysah zu holen oder zu ihr zu gehen um Rat zu erhalten.
Männer, wenn sie mit ihrer Frau nicht weiter wissen, Frauen, wenn sie wissen wollen, wie sie am Besten schwanger werden oder generell Fragen über das Zusammensein mit einem Mann haben. In jedem Zelt war und ist sie gerne gesehen, ihren Rat hört man sich an, wägt ab, ob sie vielleicht Recht hat. Sie darf sprechen, wo die Frauen sonst schweigen. Es ist ihr Recht des Alters. Jeder, der sich ihr gegenüber unmöglich benimmt, muss damit rechnen, auch vom Clan Ärger zu bekommen.
Im Lager nahm sie sich einer jungen Frau an, Salomé. Sie konnte erahnen, wie sehr es sie schmerzen musste, ihren Mann und ihr Kind verloren zu haben, so dass sie für diese junge Frau ein offenes Ohr hatte, wie für alle anderen auch. Doch Salomé nahm sie auch gleich mit in ihre Lehre. Diese Frau verkörpert für Aaiysah vielleicht sogar ihre verstorbene eigene Tochter und somit ist sie ihr Schützling, um eines Tages vielleicht sogar ihren Platz einzunehmen. Man weiß ja nie. Doch eigentlich hofft Aaiysah, dass Salomé wieder glücklich wird und vielleicht noch einmal lieben darf, sich nicht wie sie selbst für die Einsamkeit entscheidet.
Neuster Stand: Die junge Frau, der sie sich angenommen hatte, ist dem Lager entschwunden, gemeinsam mit dem Ex-Verlobten von Zahara. Aasiyah ist sehr enttäuscht davon, hat jedoch Hoffnung und Trost in Nasjadin und deren kleinem Sohn gefunden, die nun bei ihr wohnen...
Was Liebe ist? Soweit ich weiß, setzt sie sich aus Leidenschaft, Verehrung und Respekt zusammen. Bekommt man zwei dieser Dinge, hat man genug. Bekommt man alle drei, braucht man nicht erst zu sterben, um in den Himmel zu kommen.